Es gibt nicht das eine Fundament, das sich für jedes Modulhaus und jedes Grundstück eignet. Die Art der Gründung muss auf die Konstruktion des Gebäudes, die Bodenverhältnisse, den Grundwasserspiegel, die Geländeform sowie den Verlauf der Installationen abgestimmt werden.
Bei ModEraHouse beraten wir zu vier Fundamentarten für die von uns angebotenen Modulhäuser und führen diese aus: Bodenplatte, traditionelle Streifenfundamente, Betonpunktfundament sowie eingedrehte Stahlstützen, oft als Schraubfundamente bezeichnet. Die Lösung wählen wir individuell passend zum Hausentwurf und den Grundstücksbedingungen aus, und den Leistungsumfang sowie die Realisierungskosten legen wir für das konkrete Bauvorhaben fest.
Wir beginnen also nicht mit der Frage: „Platte oder Pfähle?“. Zuerst muss geklärt werden, welche Lasten das Fundament tragen soll und auf welchem Untergrund es arbeiten wird. Erst dann lassen sich Arbeitsumfang, Lieferzeit und Gesamtkosten der einzelnen Varianten zuverlässig vergleichen.
Benötigt ein Modulhaus ein Fundament?
Ja. Ein Modulhaus benötigt ein korrekt geplantes und ausgeführtes Fundament, ebenso wie ein in traditioneller Bauweise errichtetes Gebäude. Die fertigen Module müssen stabil abgestützt, exakt nivelliert und gemäß der Konstruktionsdokumentation mit der Gründung verbunden werden.
Das Fundament ist für die Übertragung der Gebäudelasten auf den Boden verantwortlich, beeinflusst aber auch:
- den Schutz des unteren Hausbereichs vor Feuchtigkeit;
- die Begrenzung von Wärmeverlusten durch den Boden;
- die korrekte Führung der Hausanschlüsse;
- die Genauigkeit bei Aufstellung und Verbindung der Module;
- die Stabilität der Konstruktion unter Wind- und anderen Lasten.
Das vergleichsweise geringe Gewicht eines Hauses in Holzbauweise bedeutet nicht, dass das Fundament nur grob dimensioniert werden kann. Ungleichmäßige Setzungen, falsches Stützenniveau oder fehlerhafte Anordnung von Durchführungen können die Montage erschweren und zu Problemen mit der Konstruktion oder den Installationen führen.
Mehr über Konstruktion, Dämmung und Produktionsweise unserer Gebäude erfahren Sie auf der Seite Technologie ModEraHouse.
Wovon hängt die Wahl des Fundaments für ein Modulhaus ab?
Die Quadratmeterzahl des Gebäudes allein reicht nicht aus, um die passende Fundamentart zu bestimmen. Zwei Häuser mit ähnlicher Fläche können sich in der Anordnung der Module, der Anzahl der Geschosse, den Auflagepunkten und der Art der Lastübertragung unterscheiden.
Bei der Fundamentwahl sind vor allem zu berücksichtigen:
- Art, Schichtaufbau und Tragfähigkeit des Bodens;
- Grundwasserspiegel;
- Setzungsanfälligkeit des Untergrunds;
- Frosttiefe;
- Neigung und Höhenlage des Geländes;
- Fläche sowie Anzahl der Geschosse des Hauses;
- konstruktiver Aufbau und Auflagepunkte der Module;
- Verlauf der Installationen sowie Lage der Hausanschlüsse;
- Zufahrt zum Grundstück für erforderliche Geräte;
- Bedingungen für Transport und Montage des Hauses.
Das Fundament sollte nicht allein danach gewählt werden, was auf dem Nachbargrundstück ausgeführt wurde. Unter der Oberfläche können unkontrollierte Aufschüttungen, organische Böden, Schichten unterschiedlicher Tragfähigkeit oder Grundwasser auftreten.
Grundlage für die Bestimmung der geotechnischen Gründungsbedingungen ist ein geotechnisches Gutachten. Bei schwierigeren Bodenverhältnissen kann der Umfang der Dokumentation und Untersuchungen umfangreicher sein. Die endgültige Gründungsart sollte aus der Dokumentation hervorgehen, die von einem befugten Planer auf Basis der Baugrunderkundung sowie der Konstruktion des konkreten Hauses erstellt wurde.
Vergleich von vier Fundamenten für ein Modulhaus
| Lösung | Art der Abstützung | Wichtigster Vorteil | Worauf ist zu achten? |
| Bodenplatte | Abstützung unter der Gebäudefläche | Gleichmäßige Lastverteilung und kompakte Hausbasis | Unterbau, Dämmung und genaue Anordnung der Durchführungen |
| Streifenfundamente | Linienförmige Abstützung unter tragenden Elementen | Bewährte Technologie und große Verfügbarkeit von Ausführenden | Erdarbeiten, Fundamentwände, Dämmung und Bodenschichten |
| Betonpunktfundament | Stützen an im Entwurf festgelegten Stellen | Reduzierung von Aushub und Betonmenge | Tragfähigkeit, Abstand und präzise Nivellierung der Stützen |
| Schraubfundamente aus Stahl | Punktförmige Abstützung auf im Boden verankerten Elementen | Zügige Montage und Begrenzung großflächiger Aushübe | Bodenparameter, Stützenauswahl, Stahlschutz und Gerätezufahrt |
Die Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede, ersetzt aber nicht die Planung. Über die Fundamentwahl entscheidet das gesamte System: Boden, Hauskonstruktion, Hausanschlüsse, Verankerungsweise sowie Montagebedingungen.
Bodenplatte für ein Modulhaus
Die Bodenplatte ist ein Stahlbetonelement, das die Gebäudelasten auf eine große Bodenfläche verteilt. Sie bildet eine kompakte und ebene Basis für das Haus, und ihre Ausführung lässt sich mit der Dämmung sowie der Vorbereitung weiterer Bodenschichten koordinieren.
Eine Bodenplatte für ein Modulhaus ist erwägenswert, wenn eine durchgehende Abstützung der Konstruktion, gleichmäßige Lastverteilung oder die Wahrung der Dämmkontinuität im Bodenbereich erforderlich ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass die ordnungsgemäße Vorbereitung des Untergrunds entfallen kann.
Von entscheidender Bedeutung sind:
- Vorbereitung und Verdichtung des Unterbaus;
- sachgerechte Planung der Platte und ihrer Bewehrung;
- Ausführung der Wärmedämmung sowie Abdichtung;
- Wasserableitung vom Gebäude;
- präzise Vorbereitung der Installationsdurchführungen.
Vor dem Betonieren muss die genaue Lage von Kanalisation, Wasserinstallation, Stromversorgung, Modulachsen sowie vorgesehenen Befestigungselementen bekannt sein. Die Verschiebung einer in der fertigen Platte verborgenen Durchführung kann aufwendige und kostspielige Umbauten bedeuten.
Streifenfundamente für ein Modulhaus
Streifenfundamente bilden eine linienförmige Abstützung unter Wänden oder anderen tragenden Elementen. Auf den Stahlbetonstreifen werden Fundamentwände errichtet, und der Raum dazwischen wird für weitere Bodenschichten vorbereitet.
Diese Lösung ist Bauteams gut bekannt und wird im Einfamilienhausbau häufig eingesetzt. Sie lässt sich auch für ein Modulhaus nutzen, sofern der Verlauf der Streifen der Konstruktion des jeweiligen Gebäudes entspricht.
Die Ausführung eines Streifenfundaments umfasst in der Regel:
- Erdarbeiten;
- Vorbereitung und Betonieren der Streifen;
- Ausführung der Fundamentwände;
- Wärme- und Feuchtigkeitsdämmung;
- Verfüllung sowie Verdichtung des Innenraums;
- Vorbereitung der Bodenschichten.
Traditionelle Technologie bedeutet nicht immer die einfachste oder günstigste Variante. Ein Modulhaus kann Lasten auch an Stellen übertragen, die sich aus der Teilung und Verbindung der Module ergeben. Der Verlauf der Streifen muss also den tatsächlichen Punkten und Linien der Konstruktionsabstützung entsprechen.
Betonpunktfundament
Ein Punktfundament besteht aus Betonstützen, die an im Entwurf festgelegten Stellen angeordnet sind. Ihre Anzahl, Abmessungen und Lage ergeben sich aus der Art, wie die Hauskonstruktion Lasten auf den Boden überträgt.
Diese Lösung kann den Umfang der Aushübe und die Betonmenge im Vergleich zu einem Fundament unter der gesamten Gebäudefläche reduzieren. Voraussetzung ist jedoch eine ausreichende Tragfähigkeit des Untergrunds sowie eine für punktförmige Abstützung ausgelegte Hauskonstruktion.
Jede Stütze muss die richtigen Abmessungen, Höhenlage und Position aufweisen. Zufällig angeordnete Betonblöcke sind kein für ein Modulhaus vorbereitetes Punktfundament.
Bei dieser Lösung muss entsprechend geplant werden:
- Dämmung des unteren Hausbereichs;
- Frostschutz der Installationen;
- Wasserableitung unter dem Gebäude;
- Belüftung des Raums unter dem Boden, falls die gewählte Lösung dies erfordert;
- ästhetische Verkleidung des Raums zwischen Boden und Fassade.
Eine geringere Betonmenge bedeutet nicht automatisch die niedrigsten Kosten. In der Kalkulation muss das gesamte System aus Boden, Installationen und Schutzmaßnahmen berücksichtigt werden.
Stahlstützen und Schraubfundamente
In den Boden eingedrehte Stahlelemente werden oft als Schraubfundamente für ein Modulhaus bezeichnet. Ihre Anzahl, Länge, Anordnung sowie die Art der Verbindung mit der Konstruktion müssen den geplanten Lasten und Bodenverhältnissen entsprechen.
Die Lösung ermöglicht es, großflächige Aushübe, einen Teil der Nassarbeiten sowie die auf dem Grundstück verbleibende Erdmenge zu begrenzen. Sie kann auch auf geneigtem Gelände in Betracht gezogen werden, da entsprechend geplante Stützen den Umfang der Nivellierung reduzieren können.
Schraubfundamente sind jedoch keine universelle Lösung für jeden schwachen oder problematischen Boden. Ihre Anwendbarkeit wird unter anderem beeinflusst durch:
- Aufbau und Eigenschaften der Untergrundschichten;
- erforderliche Tragfähigkeit der Stützen;
- Vorhandensein von Steinen, Schutt oder anderen Hindernissen;
- Möglichkeit, die Elemente auf die erforderliche Tiefe einzubringen;
- Zufahrt zum Grundstück für Montagegeräte.
Bedeutung haben auch die Dauerhaftigkeit der Elemente sowie ihr Korrosionsschutz. Die kurze Ausführungszeit der Stützen ersetzt nicht die ordnungsgemäße Planung der gesamten Gründung.
Fundament, Hausanschlüsse und Verankerung müssen koordiniert sein
Das Fundament für ein Modulhaus wird vor Anlieferung des Gebäudes vorbereitet. Seine Lage, Achsen, Höhen und Auflagepunkte müssen der Dokumentation des konkreten Modells entsprechen.
Ebenso wichtig ist die Koordination der Kanal-, Wasser- und Elektrodurchführungen mit den in den Modulen vorbereiteten Installationen. Das Fundament darf nicht nur eine ebene Fläche mit ungefähren Abmessungen sein.
Wir übergeben Vorgaben und Grundrisse, die zur Vorbereitung der Gründung des gewählten Hauses erforderlich sind. Wir können das Fundament auch als Teil des Bauvorhabens ausführen und dabei seine Abmessungen, Höhen, Durchführungen und Auflagepunkte mit der Konstruktion des bestellten Gebäudes koordinieren.
Vor der Montage sollten vor allem geprüft werden:
- Abmessungen und Diagonalen des Fundaments;
- Höhenlagen sowie Niveaus;
- Anordnung der Stützen;
- Lage der Installationsdurchführungen;
- Stellen und Art der Konstruktionsverankerung;
- Wasserableitung vom Gebäude;
- Vorbereitung der Zufahrt sowie des Kranarbeitsplatzes.
Die Montage der vorbereiteten Module selbst dauert in der Regel deutlich kürzer als ein traditioneller Bau. Bei den meisten ModEraHouse-Modellen nimmt sie üblicherweise 1–2 Tage in Anspruch. Dies ist jedoch erst nach ordnungsgemäßer Vorbereitung von Grundstück, Fundament und Montageplatz möglich.
Welches Fundament für ein Modulhaus ist am günstigsten?
Das lässt sich ohne Kenntnis des Hausentwurfs und der Grundstücksbedingungen nicht seriös bestimmen. Der Preis von Beton, Bewehrung oder einer einzelnen Stütze allein zeigt nicht die Gesamtkosten der Gründung.
Beim Vergleich von Varianten müssen berücksichtigt werden:
- Erkundung und Vorbereitung des Bodens;
- eventueller Austausch oder Verstärkung des Untergrunds;
- Aushübe, Unterbau und Erdabtransport;
- Beton, Bewehrung oder Stahlelemente;
- Wärmedämmung und Abdichtung;
- Durchführungen sowie Hausanschlüsse;
- Entwässerung und Geländenivellierung;
- Absicherung des Raums unter dem Gebäude;
- Vermessung und Prüfung des fertigen Fundaments.
Ein Punktfundament kann weniger Beton erfordern als eine Bodenplatte, doch müssen Bodendämmung, Installationsschutz und Verkleidung des Raums unter dem Haus entsprechend gelöst werden. Die Bodenplatte ist mit einem größeren Betonierumfang verbunden, schafft aber eine kompakte Basis und ermöglicht eine geordnete Anordnung der Bodenschichten.
Das günstigste Fundament ist nicht immer dasjenige mit dem niedrigsten Anfangspreis. Es sollte die Anforderungen der Konstruktion und Bodenverhältnisse erfüllen, ohne kostspielige Umbauten und unnötige Zusatzarbeiten.
Wie wählen und kalkulieren wir das Fundament für ein ModEraHouse-Haus?
Die Auswahl beginnen wir mit dem konkreten Hausmodell und Informationen zum Grundstück. Wir übertragen nicht automatisch die Lösung aus einer anderen Referenz nur deshalb, weil beide Gebäude eine ähnliche Quadratmeterzahl haben.
Wir berücksichtigen die Hausdokumentation, die Modulanordnung, die Auflagepunkte, die erkundeten Bodenverhältnisse, die Geländeform sowie die geplanten Hausanschlüsse. Auf dieser Grundlage helfen wir bei der Wahl der geeigneten Variante, die anschließend in der Planungsdokumentation des Bauvorhabens zu berücksichtigen ist.
Je nach vereinbartem Umfang umfasst der Prozess:
- Auswahl oder vorläufige Anpassung des Hausmodells;
- Sammlung von Informationen zu Grundstück und Bebauungsbedingungen;
- Erkundung der Bodenverhältnisse;
- Festlegung der geeigneten Gründungsart;
- Erstellung der Fundamentdokumentation durch einen befugten Planer;
- Abstimmung von Durchführungen, Hausanschlüssen sowie Verankerung;
- Erstellung eines individuellen Leistungsumfangs und einer Kalkulation;
- Ausführung sowie Prüfung des Fundaments;
- Lieferung und Montage der Module.
Das Fundament kann von einem lokalen Team auf Basis der von uns übergebenen Vorgaben vorbereitet werden. Wir können auch dessen Ausführung übernehmen. Wir realisieren Bodenplatten, Streifenfundamente, Betonpunktfundamente sowie Schraubfundamente aus Stahl, und Leistungsumfang sowie Preis legen wir individuell für jedes Bauvorhaben fest.
Sehen Sie sich unsere Referenzen von Modulhäusern an und prüfen Sie, wie die fertigen Gebäude auf den Grundstücken der Bauherren aussehen.
FAQ – Fundament für ein Modulhaus
Kann jedes Modulhaus auf einem Punktfundament errichtet werden?
Nein. Die Anwendbarkeit eines Punktfundaments hängt von der Gebäudekonstruktion und den Bodenverhältnissen ab. Anordnung sowie Tragfähigkeit der Stützen müssen den Stellen entsprechen, an denen das Haus Lasten auf das Fundament überträgt.
Ist eine Bodenplatte immer sicherer als Streifenfundamente?
Nein. Bodenplatte und Streifenfundamente können eine sichere Gründung gewährleisten, wenn sie korrekt geplant und ausgeführt werden. Die Bodenplatte verteilt Lasten auf eine größere Fläche, während Streifenfundamente sie linienförmig übertragen. Über die Wahl entscheiden Hauskonstruktion und Untergrundeigenschaften.
Kann ein ganzjährig bewohnbares Modulhaus auf Schraubfundamenten errichtet werden?
Ja, wenn eine solche Gründung für das konkrete Haus sowie die Bodenverhältnisse entsprechend gewählt und geplant wurde. Zudem müssen Bodendämmung, Installationsschutz und Verkleidung des Raums unter dem Gebäude gelöst werden.
Ist vor dem Bau eines Modulhauses eine Bodenuntersuchung erforderlich?
Die Baugrunderkundung ist erforderlich, um die geotechnischen Gründungsbedingungen korrekt zu bestimmen. Sie ermöglicht die Beurteilung von Bodenart und Tragfähigkeit, Grundwasserspiegel sowie Risiko ungleichmäßiger Setzungen. Der Umfang der Untersuchungen und Dokumentation hängt von den Bodenverhältnissen sowie der geotechnischen Kategorie des Objekts ab.
Führt ModEraHouse Fundamente für Modulhäuser aus?
Ja. Wir führen Bodenplatten, Streifenfundamente, Betonpunktfundamente sowie Schraubfundamente aus Stahl aus. Wir helfen bei der Auswahl der Lösung passend zur Hauskonstruktion und den Grundstücksbedingungen und erstellen anschließend einen individuellen Leistungsumfang sowie eine Kalkulation.
Kann ich die Fundamentausführung einem eigenen Team übertragen?
Ja. Das Fundament kann von einem lokalen Team auf Basis der von uns übergebenen Vorgaben und Dokumentation ausgeführt werden. Vor der Hausmontage muss die Gründung den geforderten Abmessungen, Niveaus sowie der Anordnung von Stützen, Durchführungen und Verankerungselementen entsprechen.
Sie möchten klären, welches Fundament für ein Modulhaus sich auf Ihrem Grundstück eignet? Kontaktieren Sie uns. Wir analysieren die Informationen zum gewählten Haus und Grundstück, beraten zur geeigneten Lösung und erstellen eine individuelle Kalkulation für die Fundamentausführung.


